Grafikkarten
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Grafikkarte Ratgeber

Die Grafikkarte stellt die Kommunikation zwischen PC und Bildschirm her. Das Herzstück ist hierbei der Grafikprozessor (GPU). Mithilfe dieser Recheneinheit wandelt die Grafikkarte die vom Hauptprozessor berechneten Daten in grafische Informationen um und leitet sie an den Bildschirm weiter. Standardmäßig kommt der auf dem Mainboard verbaute Grafikchip, auch Onboard-Grafikkarte genannt, für die Bildanzeige zum Einsatz. Für anspruchsvolle Grafikdarstellungen wie Spiele, hochauflösende Filme oder Bild- und Videobearbeitungsprogramme ist eine Steckkarte mit zusätzlicher Rechenleistung erforderlich.

Grafikkarte Kaufen - Diese Faktoren sind wichtig

Der Grafikkarten-Markt bietet eine große Bandbreite vom günstigen Einsteigermodell bis hin zu High-End-Profimodellen. Um die passende Grafikkarte innerhalb Ihres Budgets zu finden, sind folgende Kriterien entscheidend.

Anwendungszweck:

Unabhängig vom Hersteller lassen sich Grafikkarten in Modellen für den Gaming-Bereich und für professionelle Softwareanwendungen unterteilen. Leistungsfähige, auf 3D-Spiele optimierte Gaming-Grafikkarten sind für CAD-, Bild- oder Videoschnittanwendungen bedingt geeignet. In diesem Bereich ist eine mit zertifizierten Treibern ausgestattete Grafikkarte empfehlenswert. CAD-Grafikkarten sind im Gegensatz zu Gaming-Grafikkarten auf Dauerbetrieb, Pixelgenauigkeit und einer hohen Farbtiefe bis 32 Bit pro Kanal optimiert. Dadurch lässt sich eine Vielzahl an 3D-Polygonen ruckelfrei darstellen.

Energieverbrauch:

Je leistungsfähiger die Grafikkarte ist, desto höher ist der Stromverbrauch. Performancestarke Grafikkarten benötigen eine zusätzliche Stromversorgung über einen 6-Pin oder 8-Pin Anschluss. Prüfen Sie vorab, ob Ihr Netzteil die erforderliche Watt-Leistung, Stromstärke, Spannung sowie die notwendigen Anschlüsse zur Verfügung stellt. Hinsichtlich der Stromleitungen lassen sich entsprechende Adapter nutzen.

Geräuschentwicklung:

Um den Kühlbedarf von leistungsstarken Grafikkarten zu decken, sind großflächige Kühleinheiten mit zwei bis drei Lüftern erforderlich. Je nach Drehzahl und Art der verbauten Lüfter unterscheiden sich die entstehenden Geräuschemissionen. Besonders geräuschintensiv sind Grafikkarten mit Referenzkühlung, die nicht für niedrige Geräuschentwicklung optimiert ist. In diesem Fall übernimmt ein einziger Lüfter die aktive Kühlung der Karte und muss mit einer dementsprechend hohen Drehzahl arbeiten. Als Alternative zur Luftkühlung bietet sich ein geräuschloser Full-Block-Wasserkühler an.

Abmessungen:

Aufgrund der langen Leiterplatinen (PCB) kommt es in kleinen Gehäusen schnell zu Platzmangel. Zu manchem Gehäuse findet sich im Datenblatt die zulässige Größe der Grafikkarte. Weiterhin benötigt eine Grafikkarte mit großen Kühlern oft zwei Steckkarten-Slots. Dies gilt es zu berücksichtigen, wenn sich andere PCI- oder PCI-E-Geräte im PC befinden.

Grafikprozessor - Das Herzstück der Grafikkarte

Die Rechenleistung des Grafikprozessors (GPU) ist ein ausschlaggebendes Kriterium. Der Grafikchip ist für die Berechnung von 2D- und 3D-Grafiken verantwortlich. Dessen Ansteuerung erfolgt durch Programmschnittstellen wie DirectX oder OpenGL. Die GPU-Architekturen unterscheiden sich in der Taktfrequenz und in der Anzahl der Prozessorkerne, was gleichzeitig die wichtigsten Kaufkriterien sind. Daraus erschließt sich die Leistungsfähigkeit der Grafikkarte. Je höher diese Werte sind, desto besser ist die Rechenleistung. Beispielsweise bieten die neuesten Nvidia-Modelle mehr als 150 Kerne mit einer Prozessortaktung von 1.725 MHz.

Grafikspeicher und Taktrate

Ein großer Grafikspeicher ist der zweitwichtigste Leistungsfaktor, auf den es beim Kauf einer neuen Grafikkarte zu achten gilt. Der Grafikspeicher dient zur temporären Zwischenspeicherung von Texturen, Geometriedaten und anderen grafischen Informationen, auf die der Prozessor schnell zugreifen muss. Für die Darstellung von 4K-Auflösungen auf einem oder mehreren Bildschirmen ist ein Grafikspeicher von 16 GB sinnvoll. Die Grafikkarte, die Sie kaufen, sollte mit der neuesten Speichergeneration und einer hohen Taktung ausgestattet sein. Aktuell ist das der GDDR6-Speicher mit Taktraten von bis zu 12.000 MHz. Weitere Kenngrößen, auf die Sie achten sollten, ist die Bandbreite in GB/s sowie ein hohes Speicherinterface von 256 Bit oder mehr.

Nvidia oder AMD - Was ist besser?

Im Praxistest hat Nvidia in puncto Leistung die Nase vorn. Jedoch sind die Produkte beider Chiphersteller auf Augenhöhe, wodurch sich kaum bemerkbare Performanceunterschiede ergeben. Die Preisunterschiede sind hauptsächlich auf die Hardware- und Softwareausstattungen zurückzuführen. Für Preisbewusste stellen die Karten von AMD eine interessante Option dar. Hier bekommen Grafikkarten-Enthusiasten viel Leistung für den schmalen Geldbeutel. Jedoch ist es ratsam, vor dem Kauf ein Grafikkarten-Preisvergleich durchzuführen.