Wie feiert man St. Patrick‘s Day?

Der 17. März ist in Irland ein staatlicher Feiertag. Aber warum und wie feiert man St. Patrick eigentlich?

4 junge Erwachsene am Feiern zum St. Patricks Day
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Am 17. März feiern nicht nur die Iren und Irinnen, inzwischen wird der irische Feiertag in weiten Teilen der Welt zelebriert. Doch was hat es mit diesem Feiertag auf sich, in welchen Ländern ist es tatsächlich ein staatlicher Feiertag und warum muss man etwas Grünes anziehen? Wir klären auf!

Warum feiert man St. Patrick's Day?

Der St. Patrick’s Day hat eine lange Tradition. Der 17. März ist dem Schutzpatron Irlands, dem Heiligen Patrick, gewidmet. Aber nicht nur in Irland ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag. Auch in Nordirland, Neufundland und Labrador sowie Montserrat ist der 17. März ein nationaler Feiertag.

Aber wer war dieser Heilige Patrick und was hat er getan? Der Legende nach, ist der Heilige Patrick gar kein Ire gewesen, sondern ein Brite, der im 5. Jahrhundert als Sklave von England nach Irland verschleppt wurde. Patrick war nicht mal sein echter Name: Geboren wurde er unter dem Namen Maewyn Succat. Nach sechs Jahren harter Arbeit auf der immergrünen Insel, gelang ihm die Flucht zurück nach England. Dort wurde er zum Priester und kehrte schlussendlich wieder zurück nach Irland, um die irisch-keltischen Heiden zum Christentum zu konvertieren. Der 17. März ist nicht etwa der Geburtstag des St. Patricks, sondern sein Todestag.

Und was hat das jetzt mit Kleeblättern und der Farbe Grün zu tun? Laut geschichtlichem Mythos hat St. Patrick Kleeblätter benutzt, um den heidnischen Iren und Irinnen die Heilige Dreifaltigkeit (Vater, Sohn und der Heilige Geist) zu erklären. Ganz schön schlau, wenn man bedenkt, dass die Kelten ein sehr naturverbundenes Volk waren. So glaubten sie etwa, dass jedes Blatt des Klees eine Bedeutung hat. Die Idee fruchtete und St. Patrick gründete zahlreiche Kirchen, Kloster und Schulen. Manche Historiker sind der Ansicht, dass das Shamlock (dreiblättriges Kleeblatt) durch St. Patrick zum inoffiziellen Nationalsymbol Irlands wurde.

Gut, somit wurde die Symbolik des Kleeblatts auch geklärt. Aber warum wird die Farbe Grün am St. Patrick’s Day so sehr gehypt? Eine „richtige“ Antwort konnten wir darauf nicht finden. Es wird aber gemutmaßt, dass es einfach auf Irlands Landschaft zurückzuführen ist. Die Insel ist bekannt für ihre endloserscheinenden, satten, immergrünen Wiesen und Hügel. Nicht umsonst wird Irland auch die „grüne Insel“ genannt. Es könnte auch mit dem Kleeblatt, mit dem St. Patrick die Heilige Dreifaltigkeit erklärt hat, zusammenhängen. Denn immerhin sind diese auch grün. Auch die Flagge Irland ist grün-weiß-orange. Somit kann man sagen, dass grün einfach die Nationalfarbe Irlands ist.

Wie feiert man St. Patrick's Day?

Warum man den St. Patrick’s Day feiert, haben wir nun geklärt. Jetzt stellt sich noch die Frage, wie man den irischen Feiertag richtig zelebriert. Obwohl der 17. März in Irland schon seit mehr al 1.500 Jahren als religiöser Feiertag gilt, ist er erst seit dem Jahr 1903 ein offizieller Feiertag. Es gibt so einige skurrile Traditionen, die sich über die Jahre hinweg entwickelt haben.

In Irland, Amerika und immer öfter auch in europäischen Großstädten werden Paraden zugunsten des irischen Schutzpatrons organisiert. Das Motto dabei? Umso grüner, desto besser! Seit 1962 fließt in Chicago zum St. Patrick’s Day wortwörtlich grünes Wasser. Der Chicago River wir für die Feierlichkeiten grün eingefärbt. Die erste "grüne Parade" auf amerikanischem Boden wurde bereits 1766 in New York abgehalten.

Zum Feiern gehört auch Kulinarik! Die Iren und Irinnen berufen sich dabei auf traditionelle Gerichte wie Corned Beef (gepökeltes Rindfleisch) und Cabbage (Kohl). Dazu wir reichlich irisches Bier getrunken. Ein kleiner Vergleich: Im Durchschnitt werden täglich ca. sechs Millionen Pints (halber Liter) Guinness pro Tag ausgeschenkt, am St. Patrick’s Day sind es rund 13 Millionen Pints! Vielleicht liegt die Trinkfreudigkeit auch daran, dass Alkoholausschank zwischen 1927 bis 1961 an dem heiligen Feiertag in Irland gesetzlich untersagt war, da muss einiges nachgetrunken werden. Ein Besuch in einem Irish Pub ist also Pflichtprogramm am 17. März. Erschrecken Sie sich nicht, wenn Ihnen im Pub sogenannte „Leprechaun“ (Irischer Kobold) über den Weg rennen. Es ist nicht unüblich, dass sich feierfreudige Iren und Irinnen am St. Patrick’s Day verkleiden. Haben Sie einfach Spaß und feiern Sie das „irisch sein“ für einen Tag, weil:

"Everybody's Irish on St. Patrick's Day"

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