Arbeitsspeicher
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Arbeitsspeicher Ratgeber

Die Wahl des passenden Arbeitsspeichers ist bei einem Computer essenziell. Ohne die Komponente funktioniert das Gerät nicht. Was zeichnet den sogenannten »RAM« aus? Dieser Arbeitsspeicher Preisvergleich bietet die zentralen Informationen übersichtlich und kompakt zusammengefasst.

Arbeitsspeicher kaufen – DDR3, DDR4 oder DDR5

Bei der Auswahl des Arbeitsspeichers (RAM, engl. für »Random Access Memory«) sind die technischen Details wesentlich für den Kauf. Diese PC-Komponenten sind vergleichbar mit dem Kurzzeitgedächtnis beim Menschen. Es ist eine Schnittstelle zum kurzzeitigen Speichern von Daten.

Die Festplatte und der Computerprozessor (CPU) tauschen hierbei Informationen aus, deren Verarbeitung andernfalls zu lange dauern würde. Dadurch arbeitet der Computer schneller. Sobald das Computersystem sich abschaltet, löscht der PC die temporär gelagerten Daten wieder.

Neben den gängigen DDR-Speicherriegeln sind für Server und Workstations im Profi-Bereich vorrangig ECC-RAM im Einsatz. Sie verfügen über einen Chip, der Datenfehler erkennen und beheben kann. Diese Riegel kommen z.B. in Banksystemen vor und sind meist in Arbeitsplatz-PCs nicht nutzbar. Ein ECC-RAM-Riegel wäre für den Normalverbraucher somit ein Fehlkauf.

Speicherkapazität beim RAM

Ein PC kann umso zügiger arbeiten, je mehr RAM vorhanden ist. Das beeinflusst den Preis, der mit der nutzbaren Kapazität ansteigt. DDR3-Module und DDR4-Riegel sind im Handel gängige Standards. Seit Ende 2021 ist vereinzelt schon die fünfte Generation (DDR5) erhältlich. Um zu wissen, was ideal ist, lohnt sich der Blick auf die Leistungsfähigkeit:

Ein PC oder Laptop stellt oft zwei oder mehrere Speichersteckplätze zur Verfügung, sodass sich die gesamte RAM-Kapazität aus der Summe der einzelnen Modulen ergibt und nur ein Typ Speicher (DDR3, 4 oder 5) verwendet werden kann.

Ein 16 GB RAM oder sogar 32 GB RAM ist vor allem für anspruchsvolle Arbeitsabläufe (Bsp.: Gaming, Videobearbeitung, professionelle Anforderungen) ideal. Dagegen eignet sich ein 8 GB RAM für den durchschnittlichen Anspruch, bei dem verschiedene Anwendungen zeitgleich gebraucht werden. Ein 4 GB RAM kann für den Einsatz im Office ausreichen. Dabei genügt diese Speicherkapazität, um bequem E-Mails zu bearbeiten oder im Internet zu surfen. Einzelne DDR4-Module sind bis zu 32 GB am Markt vertreten, DDR3-RAM-Riegel mit maximal 16 GB. Selten gibt es sie größer, aber auch sehr teuer. Allerdings setzen viele Computersysteme eine Grenze für den maximal nutzbaren RAM, sodass nicht jede Hardware auch die größten Speicherbausteine vollständig nutzen kann. Hier lohnt sich ein Blick auf das Datenblatt des eigenen Computers.

Transferrate, Bandbreite und Stromverbrauch beim RAM

Die Leistungsfähigkeit und Effizienz stellen bei den gängigen RAM-Modellen die wesentliche Unterscheidung dar. Dabei kann ein DDR4 RAM doppelt so viele Daten übertragen und speichern als DDR3. Während der DDR4 288 Kontaktpunkte (PINs) bietet, verfügt der DDR3 RAM über 240 PINs. Solche PINs sind notwendig, um eine größere Anzahl an Signalen übermitteln und verwerten zu können.

Mit einem DDR4-Modul sinkt der Strombedarf vom Speicherriegel zusätzlich um bis zu 20 Prozent. Das ist vorrangig im Bereich der Tablet-PCs, Laptops bzw. Notebooks wesentlich. Dadurch funktionieren die Akkus über eine längere Zeit ohne externe Stromquelle. Bei der Bandbreite sind inzwischen 51 GB/s bei der neuesten Generation (DDR5) realisierbar. Dagegen ermöglicht der DDR4 RAM eine Bandbreite in Höhe von 26 GB/s. Zum Vergleich: DDR3 erlaubt maximal rund 15 GB/s.

Geschwindigkeit, Taktfrequenz und Dual-Channel-Modus

Die Frage, wie kompatibel das RAM-Modul mit dem Mainboard ist, spielt ebenfalls beim Kauf eine Rolle. Dafür muss die Taktung, d. h. die Frequenz, betrachtet werden. Der RAM kann umso schneller arbeiten, je höher die Taktfrequenz bemessen ist. Bei einem DDR4-Modul beläuft sich diese Taktrate auf einen Bereich zwischen 2400 und 3400 MHz.

Damit der Speicherriegel optimal mit dem Mainboard interagiert, kommt es auf den Prozessor und die Geschwindigkeit an. Unterstützen CPU und Mainboard die maximale Taktrate nicht, stellen sie sich auf die eigenen Möglichkeiten der Verarbeitung ein. Dadurch reduziert sich u. U. die Nutzbarkeit von leistungsstarken RAM-Riegeln.

Beim Arbeitsspeicher Preisvergleich lohnt sich auch der Blick auf den Betriebsmodus. Hierbei sind die Steckplätze (Slots) für Speicherriegel paarweise gefärbt. Das ermöglicht einen Dual-Channel-Modus mit zwei baugleichen Modulen, die es im "Kit" zu kaufen gib. Der Prozessor nutzt zwei RAM-Module zügiger – vorausgesetzt, sie bieten einheitliche Spezifikationen, z. B. bei der Kapazität oder Taktrate. Dagegen greift der CPU im Single-Channel-Modus einzeln auf die Riegel zu. Das kann die Arbeitsleistung verringern, sodass der Dual-Channel-Betrieb bei intensiveren Anwendungen lohnenswerter erscheinen kann.

Beim Aufrüsten des Arbeitsspeichers ist zudem essenziell, ob dieser überhaupt erweitert werden kann. Einige Laptops besitzen fest verlötete RAM-Module und keine freien Steckplätze. Hier muss sich der Käufer über seine vorhandene Hardware informieren.