Wanderschuhe
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Wanderschuhe: Für jedes Abenteuer das passende Schuhwerk

Bewegung in der Natur tut nicht nur dem Körper, sondern auch dem Geist gut. Ob ein Ausflug mit Familie und Freunden oder eine Tour für sich alleine, um abzuschalten - richtige Wanderschuhe sind das A und O, um das Erlebnis auch voll und ganz genießen zu können. Überlegen Sie sich im Vorfeld, welchen Belastungen Ihre Schuhe ausgesetzt sind:

  1. Wo gehen Sie wandern? Planen Sie eine Bergtour, bei der Sie viele Höhenmeter zurücklegen und Ihr Schuhwerk ausreichend Stabilität bieten muss? Oder gehen Sie eher in flacheren Gebieten, wo leichte Schuhe passender sind?
  2. Welche Untergründe erwarten Sie? Bewegen Sie sich eher im Wald oder auf steinigen Wegen? Rechnen Sie mit feuchten oder sogar nassen Böden? Je nachdem muss besonders auf das Material des Schuhs geachtet werden.
  3. Wie viel Gepäck haben Sie dabei? Haben Sie schweres Gepäck bei sich oder nur einen kleinen Rucksack für die Wanderjause? Für schweres Tragen benötigen Sie Stabilität. Eine feste Sohle kann Ihnen die nötige Unterstützung geben.

Zahlreiche Marken, wie Salewa, Lowa, Mammut oder Salomon haben verschiedene Arten und Modelle im Sortiment, die unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden. Damit Sie den idealen Wanderschuh finden, haben wir die wichtigsten Informationen für Sie zusammengetragen.

Welche Arten von Wanderschuhe gibt es?

Je nach Einsatzgebiet und Anforderung lassen sich Wanderschuhe in 6 Kategorien von A-D einordnen.

Tabelle-Wanderschuh-Kategorien-A-D
Tabelle-Wanderschuh-Kategorien-A-D

Welche Art von Wanderschuh ist die richtige?

Kategorie A: Leichte Wanderschuhe

Zu den leichten Wanderschuhen gehören Multifunktionsschuhe oder Hikingschuhe. Diese Halbschuhe eignen sich perfekt für Walking oder kurze Wanderrouten in leichtem Gelände mit wenig bis gar keinem Gepäck. Sie punkten vor allem mit ihrem geringen Gewicht und ihrem bequemen Sitz. Multifunktionsschuhe besitzen meist eine griffige Sohle mit guter Dämpfung. Oft sind Multifunktionsschuhe zwar wasserdicht, da viele mit Gore-Tex ausgestattet sind. Allerdings kann bei starkem Regen das Wasser leicht in die niedrig geschnittenen Halbschuhe hineinlaufen. Durch die oft nicht vorhandene Seitenstabilisierung sind auch die Knöchel nicht vor Steinkanten oder Umknicken geschützt.

Sonderform: der Approachschuh

Der Approachschuh, oder auch Zustiegsschuh genannt, zählt ebenfalls zu den leichten Wanderschuhen. Dieser Schuh eignet sich nicht nur zum Wandern, sondern auch für leichtes Klettern. Die Modelle sind meist eng sitzend und haben ein überwiegend tiefes Profil. Nur in der Climbing Zone (an der Schuhspitze) ist das Profil glatt. So wird der Aufstieg am Felsen erleichtert.

Kategorie A/B: Wanderschuhe für Einsteiger

Zu den Wanderschuhen in der Kategorie A/B zählen beispielsweise Leichtwanderstiefel oder Hikingstiefel. Dieses Schuhwerk eignet sich gut für leichte Wanderungen oder Trekkingtouren mit leichtem bis mittelschwerem Gepäck in Hochalmregionen und im Mittelgebirge. Leichtwanderstiefel haben festere Sohlen und höhere Schäfte. Dadurch sind Sie besser vor Felskanten oder Umknicken sowie vor Regen geschützt.

Kategorie B: für eine sichere Wanderung im Mittelgebirge

Zu den Wanderschuhen der Kategorie B gehören zum Beispiel Wanderstiefel oder Trekkingschuhe. Im Gegensatz zu Leichtwanderstiefeln bieten sie noch mehr Halt und Stabilität. Die steife Sohle ist auch für hohe Belastungen geeignet und behält auch in unebenem Gelände ihre Form. Der hohe Schaft schützt Ihre Knöchel vor Umknicken. Außerdem sind diese Schuhe für jedes Wetter geeignet. Damit sind Sie bestens für anspruchsvollere (mehrtägige) Wanderungen im Mittelgebirge ausgestattet.

Kategorie B/C: für unwegsames Gelände und viel Gepäck

Trekkingstiefel und Bergwanderschuhe lassen sich der Kategorie B/C zuordnen. Sie eignen sich besonders für lange Wanderungen mit viel Gepäck. Durch die Festigkeit der Sohle sind die Schuhe weniger gedämpft und bequem als beispielsweise Wanderstiefel. Sie bieten dadurch aber mehr Stabilität auf unebenem Untergrund. Durch das tiefe Profil erlangen Sie noch mehr Halt. Die Geröllschutzränder aus Gummi schützen das Obermaterial vor Beschädigungen und die hohen Schäfte schützen Ihre Knöchel - bei jedem Wetter.

Kategorie C: trittsicher im Hochgebirge

Zur Kategorie C gehören Bergstiefel, Alpinstiefel oder Wanderstiefel. Dieses stabile Schuhwerk sorgt mit seinem tiefen Profil für besondere Trittsicherheit auf unbefestigten Wegen mit Felsen und Geröll. Bei den meisten Modellen sind Kipphebel oder Körbchen vorhanden, um Steigeisen zu montieren. Damit können Sie Touren im Hochgebirge, sehr anspruchsvolle Trekkingtouren und auch Klettersteige sowie Gletscher bezwingen. Die stabilen Schäfte sorgen für den optimalen Schutz und Halt.

Kategorie D: für extreme Wanderungen in kritischem Gelände

Der Expeditionsschuh oder Expeditionsstiefel zählt zur Kategorie D. Diese Schuhe geben Ihnen auch auf sehr schwierigem Untergrund den nötigen Halt. Die extrem festen Sohlen mit geringer Dämpfung ermöglichen die Nutzung von Steigeisen. Durch die effektive Isolierung, aus einer Kunststoffschale und einem isolierten Innenschuh müssen Ihre Füße nicht frieren - auch in Höhen von über 3.000 m.

Welche Kriterien sind beim Kauf entscheidend?

Das richtige Material

Je nachdem, welche Materialien am Innen- und Außenschuh verarbeitet wurden, erfüllen die einzelnen Modelle unterschiedliche Funktionen.

Leder

Wanderschuhe aus Leder sind - bei der richtigen Pflege - sehr langlebig und können immer wieder repariert werden. Sie punkten zudem mit einer hohen Stabilität. Die gängigsten Lederarten sind Velours-, Nubuk- oder Rauleder. Wanderschuhe aus Leder sind auch bei längeren Touren meist sehr bequem, da sie sich beim Tragen nach und nach dem Fuß anpassen. Sie nehmen Schweiß auf und gleichen die Temperatur im Schuh aus. Leder eignet sich sowohl als Obermaterial als auch als Innenfutter. Da es Wasser aufnimmt, hält es Ihre Füße bei Regen aber nur für kurze Zeit trocken. Zudem müssen Sie auf eine regelmäßige Pflege und Imprägnierung achten.

Synthetik

Schuhe, deren Außenseite aus Mesh oder Cordura besteht, überzeugen mit ihrem geringen Gewicht. Außerdem trocknen sie schnell. Oft werden Wanderschuhe aus Synthetik mit einer atmungsaktiven Gore-Tex-Membran versehen, die wasserabweisend ist. Mit ihrer geringeren Stabilität bieten sich für leichtere Wanderungen an. Ihre Abnutzung ist höher und die Schuhe lassen sich nicht so einfach reparieren. Nylon bietet sich gut als Innenfutter an, da es den Schuh ebenfalls leicht macht. Allerdings staut es Wärme, weshalb das Obermaterial dann jedenfalls atmungsaktiv sein muss.

Gore-Tex-Membran

Eine Gore-Tex-Membran sorgt einerseits dafür, dass keine Feuchtigkeit ins Innere kommen kann. Andererseits transportiert es angesammelte Feuchtigkeit aus dem Inneren nach außen. Ihre Füße bleiben dadurch länger trocken - auch bei sehr anstrengenden und nassen Wanderungen. Allerdings sind Gore-Tex-Schuhe weniger langlebig als Ledervarianten.

Die perfekte Passform

Achten Sie beim Kauf von Wanderschuhen unbedingt auf die richtige Passform. Die Schuhe sollten mindestens eine halbe bis eine Nummer größer als Ihre normale Schuhgröße sein. So können Sie unnötigen Druckstellen und Blasen vorbeugen und die Füße haben - auch wenn sie durch die Anstrengung anschwellen - genügend Platz.

Tipp: Bevor Sie die Wanderschuhe das erste Mal draußen anziehen, tragen Sie die Schuhe für 1-2 Stunden zu Hause. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, ob der Schuh richtig sitzt. Er sollte an der Ferse nicht aufreiben, den Mittelfuß umschließen und der Schaft sollte den Knöchel fest umschließen.

Achten Sie unbedingt auf eine gute Qualität beim Kauf Ihrer Wanderschuhe und sparen Sie nicht am falschen Ende!