Snowboards
(3424 Produkte, 2 Stories)

Snowboard Ratgeber

Wenn Sie zum ersten Mal vor der Entscheidung stehen, für sich oder Ihre Familie Snowboards kaufen zu wollen, sehen Sie sich wahrscheinlich vor eine unerwartet komplexe Aufgabe gestellt. Die Auswahl ist groß und der Laie weiß kaum, wo er ansetzen soll. Um für Ihre Pläne genau das richtige Board zur Hand zu haben, erhalten Sie im Folgenden ein paar wertvolle Tipps hinsichtlich wesentlicher Eigenschaften und Aufbauvarianten handelsüblicher Snowboards.

Bauliche Details

Herkömmliche Snowboards bestehen aus mehreren Schichten und enthalten einen dynamischen Kern aus Holz, Schaumstoff oder Aluminium. Die obere Außenfläche des Boards besteht in der Regel aus Holz, teilweise in Kombination verschiedener Materialien unterschiedlicher Härtegrade. Auch Kunststoff kann in diesem Bereich zum Einsatz kommen. Hier ist das Ziel in der Regel die größtmögliche Stabilität.

Die Unterseite des Boards ist mit einem Fahrbelag verkleidet, dessen Beschaffenheit später auf der Piste für die Fahreigenschaften entscheidend sein kann. Die verwendeten Beläge sollten glatt, robust und pflegeleicht gewählt sein. Die Seiten der meisten Snowboards sind mit Stahlkanten versehen. Wobei auch reine Parkboards existieren, die auf die Außenkanten verzichten. An zwei unterschiedlich ausgerichteten Stellen auf der Oberseite des Boards befinden sich Bindungen für die sichere Fixierung der Snowboardboots.

Die Länge des individuellen Boards kann entsprechend dem Gebrauchszweck und der Größe des Fahrers stark variieren. Grob betrachtet, sind kurze Boards wendiger, lange schwerer, aber leichter zu kontrollieren. Das aufgestellte Board reicht dem Freestyler ungefähr bis zum Kehlkopf (max. Kinnhöhe) und dem Liebhaber von Abfahrten und wilden Landschaften etwa bis zum Kinn (maximal bis zur Nasenspitze).

Zudem kann die vorgesehene Beinstellung unterschiedlich ausfallen. „Regular“ steht der linke Fuß in Fahrtrichtung, „Goofy“ der rechte. In der Auswahl können Sie sich hier an Ihrem stärkeren Spielbein orientieren. Die Bindungswinkel sind Geschmackssache. Probieren Sie bestenfalls mehrere Möglichkeiten aus. Der Abstand der Beine zueinander sollte in etwa die Körpergröße (cm) dividiert durch drei betragen. „Bindung“ bezeichnet die Form der Befestigung der Boots am Board. Sie kann unterschiedlich stabil ausfallen:

- Plattenbindung heißt, ein „Hardboot“ wird über Metallbügel an Spitze und Ferse fest mit dem Board verbunden. Dies ermöglicht eine direkte Kraftübertragung.

- Softbindung beschreibt die bekanntere Fixierung von „Softboots“ über Ratschenbänder.

- Flowbindung ist eine der Softbindung ähnliche Variante. Statt der Ratschen finden Sie eine Hebelverbindung.

- Step-In-Bindung ist eine Vorrichtung, die eine Befestigung aus dem Stand ermöglicht.

Optisch können sich einzelne Boards zudem in der Taillierung und der Ausfertigung von Spitze („Nose“) und Hinterseite („Tail“) unterscheiden, was Einfluss auf Geschwindigkeit und Fahreigenschaften haben kann.

Welche Boards gibt es?

Diese Optionen führen in ihrer Kombination zu entsprechenden Board-Varianten, die Sie in ihren Eigenschaften an Ihren Fahrstil anpassen können. Hier eine übersichtliche Auflistung wesentlicher Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten:

Race Boards

- steif, Nose kurz und flach, relativ lang

- Hardboots und Plattenbindung vorgesehen

- gute Kontrolle in den Kurven, geeignet für hohe Geschwindigkeiten

- hohes Schwunggewicht, nicht für komplexe Sprünge geeignet

- explizit auf Rennen ausgelegt

Carving Boards

- konzipiert zum Fahren auf der Kante („Carven“)

- viel Dynamik auf der Kante durch hohe Vorspannung der Bretter

- Tail selten abgerundet, Nose kaum aufgebogen

- steife Plattenbindung

- Variante: Alpinboard

Freeride Board

- vergleichsweise breit und weich

- Einsatzgebiet: fahren im Tiefschnee

- Tail etwas aufgebogen, ermöglicht Rückwärtsfahren

- Softbindung weit hinten angelegt

- Nose lang, hoch und weich

- besonders guter Auftrieb

- Variante: Longboard, Swallowtail, Splitboard

Freestyle Board

- weich, kürzer

- Nose und Tail identisch

- konstruiert für Sprünge und Rails

- Bindungen liegen zentral, so kann auch rückwärts gefahren werden

- Softbindungen

- Varianten: Jibboards

Allround Board

- vereint genannte Eigenschaften in differenzierter Form

- gute Snowboards für Anfänger

Die Grundformen können durch unterschiedliche Verspannungen und das Ausmaß der Auflagefläche präziser an die Fahranwendungen angepasst sein. Für Anfänger empfiehlt sich vor dem Kauf eines Snowboards ein Preisvergleich, der ein möglichst breites Einsatzspektrum berücksichtigt.