Kaufberatung: Welches Surround-System passt zu mir?

Sie spielen mit dem Gedanken sich ein Surroundsystem zuzulegen, wissen aber nicht, worauf Sie beim Kauf achten sollten? Wir helfen Ihnen gerne weiter!

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Der neue Smart-TV ist zum Einsatz bereit, das Popcorn ist gepoppt, die Cola gekühlt und der Film ausgewählt– Es scheint so als wäre alles bereit für den ultimativen Filmeabend. FAST! Denn für das ultimative Heimkinoerlebnis darf der richtige Sound natürlich nicht fehlen. Doch worauf muss man beim Kauf eines Surroundsystems achten? Wir beraten Sie gerne und erklären Ihnen, welche unterschiedlichen Systeme es gibt und für welche Räume sie geeignet sind.

Was versteht man unter Surroundsystem?

Fangen wir mal ganz am Anfang an. Ein Surroundsystem lässt Zuhörer*innen so fühlen, als ob die Geräusche tatsächlich aus den verschiedensten Ecken des Raumes kommen. Das bedeutet, dass der Sound von allen Seiten auf einen einwirkt. Die Surround-Technik verteilt Klang und Geräusche so im Raum, dass Zuhörer*innen den Eindruck haben, mitten im Geschehen des Films zu sein. Das funktioniert, weil es mehrere Lautsprecher gibt, die in Front, Surround und Center Positionen eingeteilt sind. Das ist der große Unterschied zu Stereomusik. Bei Stereoanlagen gibt es zwar eine räumliche Komponente, die Geräusche wirken jedoch nur aus einer Richtung auf Zuhörer*innen ein.

Was bedeuten eigentlich diese Ziffern?

Wenn Sie nach Surroundsystem suchen, werden Sie wahrscheinlich schnell auf Angaben wie 5.1 Surround-Sound oder 7.1-Surround-Sound stoßen. Viele Leute können mit diesen Ziffern erstmal nichts anfangen. Dabei steckt hinter diesem Code ein einfaches System. Die erste Ziffer steht immer für die Anzahl an Lautsprechern. Ein Mono-Set-Up nutzt also nur einen Kanal (1.0). Der Sound kommt aus einem einzigen Lautsprecher. Bei Stereo-Anlagen sind es dann zwei Kanäle (2.0), die zur Soundbildung beitragen. Dabei hört man bereits, ob ein Geräusch von links oder von rechts kommt. Die zweite Ziffer steht für den separaten Bass-Kanal, auch Subwoofer genannt.

Bevor Sie wahllos auf die Suche nach Surroundsystemen machen, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wie groß ist Ihr Wohnzimmer?
  • Ist Ihnen ein kräftiger Bass wichtig?
  • Welche Anschlüsse und Größe hat Ihr Fernseher?
  • Was ist Ihr maximales Budget?
  • Was Ihr der Hauptverwendungszweck?
  • Haben Sie eine Lieblingsmarke?

5.1 Vs 7.1 Surroundsystem - Welches passt besser zu mir?

Das wahrscheinlich wichtigste Kriterium für die Auswahl der beiden Surroundsysteme ist die Raumgröße. Für die meisten Räume reicht ein 5.1 Surround System aus. Pauschale Urteile sollte man jedoch nicht machen. Grundsätzlich heißt es, dass ein 7.1 Surroundsystem erst ab einer Raumgröße von mehr als 30 m2 sinnvoll ist. Es kommt aber auch auf andere Ursachen, wie den Raumgegebenheiten und der Ausstattung an.

5.1 Surroundsystem: Vor- und Nachteile

Ein 5.1 Surroundsystem ist für die meisten Heimkinos ausreichend. Sie schaffen sowohl in kleineren als auch in größeren Räumen einen räumlich gut definierten Klang. Die 5 Lautsprecher sind in zwei Front-, zwei Surround- und einen Center-Lautsprecher unterteilt. Der Center-Lautsprecher unterscheidet sich optisch und technisch oft von den anderen Lautsprechern. Die 5.1-Systeme werden auch oft als Paket versendet und lassen sich von Grund auf neu konfigurieren. Das bedeutet Sie bekommen ein fertiges Set geliefert und müssen nicht, wie bei vielen 7.1 System, sämtliche Teile separat erwerben. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie weniger Kabel haben, die Sie in Ihrem Wohnzimmer verstecken müssen.

7.1 Surroundsystem: Vor- und Nachteile

Die zwei zusätzlichen Surround Lautsprecher bei einer 7.1 Anlage erhöhen nicht nur die Präzision der Surround-Effekte, sondern verbessern auch den Raumklang. Dafür ist aber eine gewisse Raumgröße notwendig: nämlich ab 30 m2. Ist der Raum zu klein, kann der Schuss schnell nach hinten losgehen. Denn die Surround-Sound-Lautsprecher können dazu führen, dass Surround-Sound-Kanäle die Front-Kanäle überwiegen. Das wirkt sich negativ auf gesprochene Dialoge und vordere Sound-Effekte aus. Auch die Preise für 7.1 Surroundsysteme sind um einiges höher. Zusätzlich sind diese Surroundsysteme schwieriger zu konfigurieren und auch nicht alle Filme sind für 7.1 Variante abgemischt. Es gibt jedoch bereits Techniken, die den Sound von der ursprünglichen 5.1-Konfiguration für 7.1-Systeme umwandeln.

Gibt es auch kabellose Surroundsysteme?

Für alle jene, die einen Kabelsalat im Wohnzimmer umgehen wollen, gibt es natürlich auch kabellose Alternativen fürs Heimkino. Die Kabelverlegung der vorderen Lautsprecher mag kein großes Problem sein. Schwierig wird es bei den hinteren Boxen. Die Audiosignalen werden drahtlos an die Lautsprecherboxen übermittelt. Leider hat das Ganze auch einen Nachteil: Die kabellosen Lautsprecher sind anfälliger für Störungen. Die kabellosen Lautsprecher sind auch teuer als herkömmliche Surroundsysteme. Die Auswahl ist jedoch auch bei der kabellosen Variante groß. Von günstigeren 2.1 Set-Ups bis hin zu hochwertigen 5.1 Surroundsystemen ist für jede Vorliebe etwas dabei.

Und was ist Virtual Surround?

Wer keinen Platz oder das nötige Kleingeld für ein 5.1 oder 7.1 Surroundsystem hat, muss nicht auf räumlichen Klangeindruck verzichten. Mit der Virtual Surround Technik wird ohne die sonst nötige Anzahl an Lautsprechern der Eindruck eines immersiven Raumklangs erzeugt. Die Technik wird häufig bei 2.1 oder auch 2.0 Systemen verwendet. Das funktioniert dank psychoakustischen Effekten, die dem Gehirn den Eindruck vermitteln, die Ohren würden eine Klangquelle wahrnehmen, obwohl diese gar nicht existiert. Das kommt einem originalen Surroundsystem ziemlich nahe, aber ein richtiges Kinosaal-Gefühl kann man damit leider nicht erzeugen.

Um Ihr Heimkino-Erlebnis zu perfektionieren, brauchen Sie auch den passenden Beamer inkl. Leinwand. Lesen Sie unseren Artikel darüber durch, dann steht dem nächsten Filmeabend nichts mehr im Weg.

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