Drohnen
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Darauf muss man beim Drohnenkauf achten

Drohnen bieten uns die Möglichkeit, spektakuläre Film- und Fotoaufnahmen aus der Vogelperspektive zu machen. Sie sind wahre Allroundtalente und werden inzwischen auch professionell zum Transport (z. B. von Post) oder für Filmaufnahmen genutzt. Mit Sportdrohnen werden sogar internationale Flugturniere ausgefochten. Wer sich das erste Mal eine Drohne anschafft, sollte sich vorab gut überlegen, welches Gerät den eigenen Bedürfnissen am besten entspricht. Welche Kriterien beim Drohnenkauf entscheidend sind, lesen Sie in unserer Kaufberatung.

Übersicht:

  • HD-Standard: 4K oder Full-HD?
  • Drohne mit WLAN: Vorteil oder Gefahr?
  • Flugdauer und Akku der Drohne
  • Drohne mit Fernsteuerung – ja oder nein?
  • Indoor- oder Outdoor-Drohne?
  • Praktisch: Die Coming-Home-Funktion
  • Gesetzliche Regelungen für Drohnen in Österreich

HD-Standard: 4K oder Full-HD?

Eine der wichtigsten Funktionen für Verbraucher ist natürlich die Videofunktion. Mittlerweile gibt es bereits günstige Modelle, die Videos in 4K Auflösung aufnehmen können. Insbesondere in vielen Bereichen, in denen auch Action-Cams Anwendung finden, sind 4K-Drohnen sehr beliebt. Allerdings sollten Sie sich vorab überlegen, auf welchen Geräten Sie das aufgenommene Material bearbeiten und abspielen wollen – diese müssen schließlich auch 4K-kompatibel sein. Insbesondere für Einsteiger reicht in der Regel Full-HD aus und liefert den Vorteil, in Bezug auf die Hardware nicht so anspruchsvoll zu sein.

Beim Kauf der Drohne sollten Sie jedoch vorsichtig sein: Denn eine 4K-Kamera hat zwar viele Pixel, jedoch ist dies nicht allein ausschlaggebend für die Qualität des Bildes. Schauen Sie sich deswegen am besten unbearbeitetes Bildmaterial der Drohnen-Kamera auf YouTube an, um einen Eindruck zu erhalten.

Tipp: Damit bei den Aufnahmen alles glattläuft, holt man sich vorher am besten Rat für perfekte Drohnenaufnahmen ein.

Drohne mit WLAN: Vorteil oder Gefahr?

Hobby-Drohnen werden in der Regel via Smartphone und Tablet gesteuert. Dazu bieten die Hersteller meist praktische Apps an, die man sich sowohl für Android als auch für iOS herunterladen kann. Hier ist vor allem das Livestreaming interessant, das es ermöglicht, die Aufnahme direkt auf das Smartphone oder das Tablet zu übertragen. Geräte mit Fernsteuerung haben aus diesem Grund oft auch ein integriertes Display. Andere Hersteller kombinieren die Funksteuerung mit einer Halterung, in die das Smartphone gesteckt werden kann. Eine weitere Verknüpfungsvariante ist, das Gerät per WLAN mit dem Smartphone zu verbinden. Diese Möglichkeit ist allerdings nicht ganz unumstritten, da sie die Gefahr von Hackerangriffen potenziell erhöht. Außerdem ist die Reichweite der WLAN-Verbindung meist nicht so groß wie jene der Fernsteuerung. Für den normalen Freizeitbedarf sollte aber ohnehin immer eine Sichtverbindung mit dem Gerät bestehen.

Flugdauer und Akku der Drohne

Wie lange der Akku hält, wird von vielen Kunden als wichtiges Kaufkriterium angegeben. Die Flugzeit der Geräte bewegt sich in etwa zwischen 5 Minuten bei Anfängermodellen bis hin zu 240 Minuten im High-End-Segment. Mittelpreisige Drohnen haben im Durchschnitt eine Flugzeit von rund 30 Minuten – für Hobbyflieger ist das normalerweise ausreichend. Wie lange der Akku tatsächlich hält, hängt von seiner Größe und seiner Leistungsfähigkeit ab.

Tipp: Werfen Sie einen Blick in Kundenbewertungen anderer Käufer, um verlässliche Informationen über die tatsächliche Akkulaufzeit zu erhalten.

Drohne mit Fernsteuerung – ja oder nein?

Wenn Sie Ihr Smartphone nicht als Fernbedienung nutzen wollen, sollten Sie sich nach einer Drohne umsehen, die ihre eigene Fernbedienung mitbringt. Bezüglich der Qualität des Geräts spielt diese Entscheidung eigentlich keine Rolle, da mittlerweile beide Systeme sehr gut ausgereift und einfach zu bedienen sind. Diese Entscheidung ist rein vom Geschmack des Nutzers abhängig.

Indoor- oder Outdoor-Drohne?

Wird die Drohne vor allem Indoor genutzt, eignen sich kleine Mini- oder Nano-Drohnen besser als größere Modelle. Die Steuerung der kleinen Geräte ist nicht nur einfacher, sondern vor allem auch sehr präzise – Türen, Pflanzen und Ecken werden so nicht gefährdet und auch die Chancen, die Drohne wieder heil in Empfang nehmen zu können, stehen deutlich besser.

Wollen Sie die Drohne hingegen vorwiegend im Freien nutzen, sollten Sie sich überlegen, in ein Gerät mit integrierter Kamera zu investieren. Drohnen mit sogenannter „FPV“-Möglichkeit" (first person view) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und haben den Vorteil, dass der Pilot die Perspektive seines Geräts in Echtzeit übertragen bekommt. Abhängig vom Einsatzort der Drohne kann das schon in besonderem Maße spektakulär und spannend sein. Außerdem ist darauf zu achten, dass Drohnen, die viel im Außenbereich unterwegs sind, auch einige andere technische Assets mehr mitbringen. Stabilisatoren und eine zusätzliche Coming-Home-Funktion erleichtern insbesondere Drohnen-Neuligen die ersten Flugversuche. Letztere ist vor allem dann wichtig, wenn starke Windböen das Gerät aus der Reichweite der Fernbedienung hinaustragen.

Praktisch: Die Coming-Home-Funktion

Die durchschnittliche Reichweite von Drohnen reicht von maximal 100 Metern bei Einsteigermodellen bis hin zu 10 Kilometern oder mehr bei Profi-Geräten. Allgemein gilt, dass die Drohne entsprechend teurer wird, wenn man sich eine höhere Reichweite wünscht. Für die Nutzung im Außenbereich empfiehlt es sich, nicht nur eine Drohne mit GPS-Tracker zu kaufen, sondern auch darauf zu achten, dass das Gerät mit einer Coming-Home-Funktion ausgestattet ist. Diese sorgt dafür, dass das Gerät selbstständig in die Reichweite der Fernbedienung zurückkehrt, falls es von einer Windböe davongetragen wurde.

Gesetzliche Regelungen für Drohnen in Österreich

Die EU-Drohnen-Verordnung sieht einheitliche Regeln für das Fliegen von Drohnen und Modellflugzeugen innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten vor und wurde am 31.12.2020 erneuert. Die wichtigsten Regeln für den Umgang mit Drohnen haben wir hier zusammengefasst:

  • Jede Drohne mit integrierter Kamera muss vor Inbetriebnahme registriert werden – Die Registrierung kann online durchgeführt werden, kostet aktuell 31,20 Euro und ist für 3 Jahre gültig
  • Jede Drohne mit einem Gewicht über 250 Gramm fällt ebenfalls unter die Registrierungspflicht
  • Das Mindestalter für die Registrierung einer Drohne liegt bei 18 Jahren. Eine Drohne zu fliegen ist bereits ab 16 Jahren erlaubt
  • Alle Drohnen müssen sichtbar mit der individuellen Registrierungsnummer (e-ID) gekennzeichnet werden
  • Ab einem Gewicht von 250 Gramm ist der Erwerb eines Drohnenführerscheins verpflichtend. Der Online-Kurs mit Multiple-Choice Fragen kann bei der Austro Control durchgeführt werden
  • Die maximale Flughöhe im unkontrollierten Luftraum (Open Kategorie) beträgt 120 Meter
  • Flugbeschränkungsgebiete in Österreich finden sie zum Beispiel in der Drohnen-Info App
  • Jede Drohne muss über eine Haftpflichtversicherung versichert werden

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei Ihrem ersten Drohnen-Abenteuer und einen guten Flug!